Die am häufigst gestellten Fragen
direkt von Dr Kurer beantwortet

Frage 1: Warum sollte man Wurzelstifte mit Gewinde benützen?
 

Antwort: Um eine zuverlässliche Retention zu erzielen!
In ungefähr 70% aller wurzelbehandelten Zähne ist keine ausreichende Wurzeltiefe anzutreffen, so daß eine Restauration mit einem normalen Stift - in Platz gehalten alleine durch eine Zementfüllung - unzuverlässig ist.

Kommentar - Es ist schwierig mit Dentin zu binden da:
i) Es eine organische / anorganische Mischung ist
ii) Es ein nasses. unreines Material ist
iii) Es eine grosse Oberflächenenergie hat, ähnlich einer Antihaft-Versieglung bei einer Pfanne (Prof Ralph Phillips).

Das größte Problem, welches Zahnärzte mit Stiftekronen haben - sie lockern sich. Ein zusätzlicher Retentions-Faktor ist die Antwort, der durch ein Gewinde erzielt werden kann.

 
Frage 2: Es gibt solch eine Vielzahl von Wurzelstiften auf dem Markt, für welche sollte ich mich entscheiden?
 

Antwort: Es gibt im Prinzip zwei Gruppen von Wurzelstiften:

a) Wurzelstifte mit Gewinde Bei diesen ist das Gewinde mit einen GEWINDESCHNEIDER geschnitten. Dieses ist ein 3- schneidiges scharfes Schneidwerkzeug, welches von Hand das Gewinde in die Kanalwand - etwa 40 µm breiter als das Gewinde des Wurzelstiftes - schneidet. Dieses lässt einen 20 µm grösseren kreisförmigen Abstand um den Stift. Der Abstand dient erstens als Belüftung und zweitens als Platz für den Zement.

b) Selbstschneidende Wurzelstift-Systeme Hierbei wird der Stift, welcher letztendlich in Zement im Zahnwurzelkanal befestigt wird, zum Schneiden des Gewindes benütz.

Zur Auswahl stehen diese zwei Zylinderstift-Systeme.

Der konische Wurzelstift mit Gewinde verhält sich wie ein Keil, der in den Kanal getrieben wird und ist daher nicht empfehlenswert.

Kommentar - Keiner der beiden Zylinderstift-Systeme sollte Wurzelbruch verursachen. Die Forschung empfiehlt das Vorschneidesystem, da es geringe Anzugskräfte zum Schneiden des Gewindes braucht und einen festen Sitz des Stiftes gewährleistet.

 
Frage 3: Ist die Wurzel nicht eher einem Bruch unter Beanspruchung anfällig, nachdem ein Gewinde in den Wurzelkanal geschnitten wurde?
 

Antwort: Bruch der Wurzel unter Beanspruchung hängt von der Stressverteilung ab. Je grösser die Oberfläche eines Wurzelstiftes in Kontakt mit Dentin, desto kleiner ist der Stress in jedem beliebigen Punkt der Wurzel.

Kommentar - Das Kurer K4 Anchor System hat die grösste Oberfläche pro Längeneinheit von vergleichbaren Gewindestiften - durch die grosse Anzahl von Gewindegängen pro cm - und ergibt somit die beste Stressverteilung. Dieser Typ von Wurzelstift hat drei entscheidende Vorteile:

1. Mechanische Retention.

2. Grössere Oberfläche in direktem Kontakt mit Dentin als ein Stift ohne Gewinde, somit wird eine grössere Oberfläche zusammen-zementiert.

3. Je grösser die Oberfläche, desto sanfter und gleichmässiger ist die Stressverteilung. Unter Belastung brechen diese Stifte WENIGER WAHRSCHEINLICH die Wurzel als ein Stift ohne Gewinde.

 
Frage 4: Muss man für Wurzelstifte mit Gewinde mehr Zahnsubstanz entfernen?
 

Antwort: Bei Wurzelstiften mit Gewinde gilt das gleiche Prinzip wie bei Stiften ohne Gewinde. Es gibt einen Gewindeanker für jede Situation, so dass ein maximum an Zahnsubstanz gerettet werden kann.

Kommentar:-

A. So viel wie möglich GESUNDE Zahnsubstanz retten

B. 4mm apikaler Wurzelfüllung unberührt lassen

C. Die Krone sollte eine Hülse, Manschette oder Einfassung haben, die zur optimierten Stressverteilung im Zahn und gleichzeitig als Verdrehschutz dient.

D. Den Stift in eine gesunde, saubere und trockene, mit Gewinde präpariertem Wurzelkanal hinein zementieren.

 
Frage 5: Wird Spezialzement für Gewindestifte empfohlen?
 

Antwort: Mit dem Kurer K4 Anchor System kann jegliche vom Zahnarzt verwendete Zementart benütz werden, solange es nach den Anweisungen des Herstellers angewendet wird.

Kommentar - Im Falle des Versagens einer Wurzelfüllung kann es nützlich sein den Stift zu entfernen. In vielen Fällen kann provisorischer Zement auf Dauer verwendet werden, vorausgesetzt, daß die Manschette der Krone ein Herausschrauben verhindert.

 
Frage 6: Im Kurer K4 Ankor System ist kein Luftdurchlass. Verursacht das Fehlen einer Belüftung apikalen Stress der Einzementierung?
 

Antwort: Da der Gewindeschneider grösseer im Durchschnitt als der dazugehörige Anker ist, erlaubt der kreisförmige und konstante Abstand zwischen Stift und Dentin einen freien Zementfluss um den Schaft, ohne Stress am Apex zu verursachen.

Kommentar - Zement kann nur dann zur optimalen Stärke kommen, wenn es eine minimale Dicke besitzt. Dicker Zement in Luftkanälen oder Lufteinschluss hat einen schlechten Scherwiderstand und kann daher nicht wesentlich in der Haftung unterstützen. Im Kurer K4 Anchor System ist ein gleichmässiger, geringer Abstand durch den dazugehörigen Gewindeschneider erzielt. Hier kommt Zement zur optimalen Stärke.

 
Frage 7: Welche Materialien werden in der Herstellung von den Kurer K4 Anchor System Ankern verwendet?
 

Antwort: Die Ankerschafte sind sowohl in Implantat-Qualität als rostfreier Edelstahl, als auch in Titan erhältlich. Der Kern des Ready Core Anchor Systems ist aus Bronze und mit optimaler Stärke konstruiert und absorbiert KEIN Wasser. Kommentar - Rostfreier Edelstahl in Ankern wurde schon seit mehr als 35 Jahren extrem erfolgreich verwendet. Titan ist flexibler als rostfreier Edelstahl.

Kommentar - Rostfreier Edelstahl in Ankern wurde schon seit mehr als 35 Jahren extrem erfolgreich verwendet. Titan ist flexibler als rostfreier Edelstahl.

 
Frage 8: Wie lange hält eigentlich ein Gewindeschneider, bevor er ersetzt werden muss?
 

Antwort: Der Gewindeschneider kann problemlos bis zu 100 Wurzeln behandeln. Ersatzinstrumente und Anker zum Nachfüllen sind selbstverständlich erhältlich.

Kommentar - Der Gewindeschneider hat drei scharfe Schnittkanten, jede schneidet nur 1/3 von der gesamten Schnitttiefe. Dieses resultiert in minimalem Stress am Dentin und Schnittkante.

 
Frage 9: Wie technisch anfällig ist diese Anwendung, Gewinde mit Hilfe eines Gewindeschneiders zu schneiden?
 

Antwort: Das Kurer K4 System ist technisch nicht anfällig, solange den Anweisungen gefolgt wird. Die mitgelieferten Bohrer (Reamers) sind auf den Gewindeschneider abgestimmt und ergeben den korrekten Durchmesser. Wichtig ist es, den Gewindeschneider im Uhrzeigersinn etwa eine halbe Umdrehung zu drehen, dann eine geringfügige Drehung gegen den Uhrzeigersinn und wieder im Uhrzeigersinn weiter zu drehen. Diese Anwendung ist so einfach wie das Benutzen eines Bohrers zur Wurzelbehandlung im Wurzelkanal.

Kommentar - Das Drehen gegen den Uhrzeigersinn verhindert das Blockieren des Gewindeschneiders durch Abbrechen der feinen Dentinpartikel, die beim Schneiden entstehen. Sollte der Gewindeschneider unerwartet schwergängig werden, so empfiehlt es sich, ihn vollständig herauszudrehen und mit einem feinen Pinsel den Kanal zu säubern bevor der Schneider wieder eingeführt wird.

 
Frage 10: Für wieviele Jahre wurde das Kurer System schon bei Zahnärzten eingesetzt?
 

Antwort: Das Kurer Anchor System war das erste zylindrische Wurzelstift-System mit Gewinde, welches von Zahnärzten angewendet wurde und seit seiner Einführung in den Weltmarkt seit 1965 ist es sehr erfolgreich.

 
Frage 11: Wie lange kann eine derartige Restauration im Mund halten?
 

Antwort: Eine Wurzel, die mit einer Stiftkrone restauriert wurde kann solange halten, wie der Alveola Knochen die Wurzel unterstützt. Ein vergleichbarer Erfolg wie von wurzelbehandelten Zähnen wird im Allgemeinen erzielt.

 
Frage 12: Was ist die Hauptursache vom Versagen des Kurer K4 Anchor System?
 

Antwort: Sekundäre Karies.

Kommentar - Zu bemerken wäre, daß wurzelbehandelte Zähne und Restaurationen die Empfänglichkeit von Karies oder die Pflicht des Patienten zur oralen Hygiene und einer guten Diät nicht ändern. Bei Verwendung des Kurer K4 Anchor Systems realisiert der Zahnarzt dessen anhaltenden, wirtschaftlichen Erfolg.